Elsfleth

Baumschutz

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Baumschutz

Bäume haben umfangreiche wichtige Funktionen: Sie bieten Lebensraum und Nahrung für viele heimische Tierarten, sie produzieren Sauerstoff, reinigen die Luft, spenden Schatten und verringern den Treibhauseffekt.

 Auch im Gemeindegebiet der Stadt Elsfleth mit seinen Ortsteilen prägen Bäume das Landschaftsbild und tragen zur hohen Lebensqualität in den Ortschaften bei.

Ein älterer Baum leistet in dieser Hinsicht mehr als ein nachgepflanzter Jungbaum. Umso wichtiger ist es, den vorhandenen Baumbestand zu schützen.

Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Baumschutz

1. Baumbeseitigung-Pflege, rechtliche Vorschriften

Nein; es sind zuvor folgende Punkte zu beachten:

I.) Schutzstatus des Baumes: Der Baum kann einem besonderen Schutz unterliegen.

Ein Baum kann geschützt sein oder ein gesamtes Grundstück kann sich in einem Schutzgebiet befinden. Falls Sie nicht wissen, ob der Baum einer bestimmten Schutzregelung unterliegt, können Sie dies bei folgenden Stellen erfahren:

Innerhalb eines Bebauungsgebietes können folgende Regelungen greifen:

  • festgesetzter Baum (Bebauungsplan oder Grünordnungsplan (Teile Oberrege, Steinstraße „Dickes End“) = Auskunft bei der Stadt Elsfleth
  • geschützter Landschaftsbestandteil = Auskunft bei der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Wesermarsch
  • Naturdenkmal = Auskunft bei der unteren Naturschutzbehörde
  • Bestandteil einer geschützten Wallhecke = Auskunft bei der unteren Naturschutzbehörde
  • in geschützter Umgebung von Baudenkmälern = Landkreis Wesermarsch - untere Denkmalschutzbehörde (Bauamt)

Im Außenbereich können folgende Regelungen greifen:

  • Naturdenkmal = Auskunft bei der unteren Naturschutzbehörde
  • Bestandteil einer geschützten Wallhecke = Auskunft bei der unteren Naturschutzbehörde
  • Lage im Landschaftsschutzgebiet = Auskunft bei der unteren Naturschutzbehörde
  • Lage im Naturschutzgebiet = Auskunft bei der unteren Naturschutzbehörde
  • innerhalb eines min. 10 m oder 5 m breiten Gewässerrandstreifens = Auskunft bei der unteren Wasserbehörde
  • in geschützter Umgebung von Baudenkmälern = Landkreis Wesermarsch - Untere Denkmalschutzbehörde (Bauamt)

Je nach Schutzstatus gelten unterschiedliche Rechtsgrundlagen und Auflagen.

In all diesen Fällen ist eine Beseitigung von Baumbeständen ohne gerechtfertigten Anlass nicht zulässig. Es müssen hierfür gute Gründe, wie eine nicht mehr herzustellende Verkehrssicherheit der Baumbestände o.ä. vorliegen. Ist dies Ihrer Meinung nach der Fall, ist das weitere Vorgehen unbedingt im Vorfeld mit der unteren Naturschutzbehörde abzusprechen. Eine schriftliche Erlaubnis ist einzuholen, ggf. können Ersatzpflanzungen notwendig werden. Regelmäßig nicht ausreichend als Grund für die Fällung eines geschützten Baumes sind zu viel Laub, Beschattung, die Installation von Photovoltaikanlagen oder Allergien.

Bei geschützten Bäumen ist auch die Beschädigung verboten. Eine fachgerechte Pflege ist grundsätzlich (außer bei Naturdenkmalen) freigestellt, sollte jedoch vorab der zuständigen Stelle mitgeteilt werden.

II.) Allgemeiner Artenschutz: Es sind Zeiträume zu beachten, in denen nicht gefällt werden darf.

Ziel des Allgemeinen Artenschutzes nach dem § 39 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist es, den heimischen Tierarten (Vögel, Insekten, Fledermäusen, Säugetieren) in der Zeit zwischen dem 01. März und 30. September weder durch Fällungen noch durch Schnittmaßnahmen unnötig Lebensraum, Nahrungsgrundlage, Nist- oder Brutstätten zu entziehen und Störungen zu vermeiden. Je nach Standort des Baumes, sind Fäll- und Schnittarbeiten nur in bestimmten Zeiträumen zulässig.

Auf gärtnerisch genutzten Grundflächen (Flächen, die durch eine gärtnerische Gestaltung, Herrichtung und Pflege geprägt sind, wie z.B. private Haus- und Kleingärten, Parkanlagen, Friedhöfe, Rasensportanlagen usw.) und im Wald dürfen Bäume in der Regel das ganze Jahr gefällt werden, sofern zu erkennen ist, dass keine Nester und Höhlen am Baum vorhanden sind. Der besondere Artenschutz ist ganzjährig zu beachten. Es empfiehlt sich daher, auch in Hausgärten etc. Fällarbeiten von Bäumen grundsätzlich in der Zeit vom 01. Oktober bis Ende Februar durchzuführen. Das „Brutgeschäft“ für die heimische Vogelwelt ist während dieses Zeitraumes in der Regel abgeschlossen. Hier sind nur noch überwinternde Tiere (z.B. Fledermäuse) zu berücksichtigen.

Für das Schneiden von Hecken und Sträuchern gilt, dass vom 01. März bis 30. September grundsätzlich nur ein schonender Form- und Pflegeschnitt (etwa im Umfang des jährlichen Zuwachses) zulässig ist. Eine Beseitigung von Sträuchern und Hecken ist, auch im Garten, nur im Winter erlaubt.

Bäume und andere Gehölze in der freien Landschaft z.B. entlang von Straßen oder Feldwegen dürfen nur im Zeitraum vom 01. Oktober bis Ende Februar gefällt oder auf den Stock gesetzt werden. Pflegemaßnahmen wie z.B. Totholzbeseitigung sind jedoch ganzjährig erlaubt. Die Straßenmeisterei kann über den Zeitraum hinaus tätig werden.

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III.) Besonderer Artenschutz: Es können besonders oder streng geschützte Tierarten betroffen sein.

Selbst wenn Sie keine Genehmigung für die Fällung eines Baumes oder die Beseitigung einer Hecke benötigen, ist ganzjährig das Artenschutzrecht (§ 44 BNatSchG) zu beachten! Dieses ist auch nicht auf Schutzgebiete beschränkt, sondern greift, wo immer besonders oder streng geschützte Arten vorkommen und somit auch in städtischen Wohngebieten. Auch nicht heimische Baumarten und Nadelgehölze können geeignete Lebensstätten für geschützte Tierarten bieten.Ziel des besonderen Artenschutzes ist es, konkret vorhandene Lebensstätten und bestimmte Arten vor Beeinträchtigungen zu schützen und ihren Fortbestand zu sichern.. Folgende Arten sind häufig in oder an Gehölzen zu finden:

  • Vögel wie z.B. Meisen, Spechte, u.v.a.
  • Insekten wie z.B. Wildbienen oder Käfer
  • Säugetiere wie z.B. Fledermäuse oder Siebenschläfer

§ 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)

"Es ist verboten,

1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören [Tötungsverbot],

2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert [Störungsverbot],

3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören [Schutz der Lebensstätte]."

Vor Fäll- oder Schnittmaßnahmen ist daher immer zu erkunden, ob sich Vögel oder andere Tiere im Baum oder in der Hecke aufhalten!

Überall dort, wo ein Vorkommen dieser Tierarten nicht ausgeschlossen werden kann, in jedem Fall aber bei älteren Bäumen mit Totholz, abstehender Rinde, Höhlen oder Rissen sowie bei offensichtlich vorhandenen Nestern sollten Sie vorab einen Sachverständigen hinzuziehen, welcher den Baum oder den Gehölzbestand auf vorhandene Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtsstätten besonders oder streng geschützter Tierarten hin untersucht. Dieser kann in vielen Fällen Wege aufzeigen, wie Ihre Planung und der Schutz der betroffenen Tierarten vereinbart werden kann (z.B. durch Schaffung von Ersatzlebensraum in Form künstlicher Nisthilfe oder die Umsiedlung der Arten in geeignete Ersatzlebensräume).In vielen Fällenist es ausreichend den Zeitpunkt der Maßnahme den Anforderungen des Artenschutzes anzupassen.

Wenn sich erst während einer Pflege- oder Baumaßnahme herausstellt, dass besonders geschützte Tierarten oder deren Lebensstätten beeinträchtigt oder zerstört werden können, sind die Arbeiten sofort zu unterbrechen. Müssen aus besonderen Gründen trotz der Betroffenheit geschützter Arten Gehölze entfernt werden, kann bei der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch gem. § 45 BNatSchG ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt werden.

Durch Beachtung dieser Vorgaben leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz, d.h. zum Erhalt bedrohter Tierarten!

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2. Baumpflege

Problemen mit Bäumen kann meist durch eine fachgerechte Pflege und die Vermeidung von Schädigungen am Baum vorgebeugt werden.

Bei Jungbäumen ist ein guter Erziehungs- und Aufbauschnitt wichtig, um den Baum darin zu unterstützen, eine stabile Krone aufzubauen. Unerwünschte Entwicklungen wie bspw. langfristig instabile Kronenteile oder konkurrierende Triebe können beseitigt werden. Der Baum kann sich frühzeitig an begrenzte Raumverhältnisse beispielsweise an Straßen oder nahe bei Gebäuden anpassen.

Ein zu spätes Schneiden verursacht größere Wunden, die zur Folge haben können, dass die Verletzung nicht mehr versorgt wird und holzzerstörende Pilze eindringen, die die Festigkeit des Holzes allmählich reduzieren. Somit erhöht sich langfristig die Bruchgefahr des Baumes. Bei älteren, vitalen Bäumen ohne größere Schadsymptome sollte sich die Pflege daher auf die Beseitigung von toten oder zu niedrig hängenden Ästen über den Verkehrswegen beschränken, soweit es für die Verkehrssicherheit erforderlich ist.

Wenn möglich lassen Sie unter der Baumkrone die Fläche unversiegelt. Am besten ist es, wenn sich hier auch Humus entwickeln kann und der Baum dadurch Nährstoffe erhält. Eine Blumenwiese ist daher besser als ein regelmäßig gemähter Rasen.

Bei jeglichen Baumaßnahmen unter der Baumkrone (Grabungen oder Versiegelungen) können Wurzeln verletzt werden und absterben. Dadurch werden Teile der Krone nicht mehr ausreichend versorgt und die Standfestigkeit des Baumes verringert sich langfristig. Wenn eine Vermeidung nicht möglich ist, sind hier besondere baubegleitende Schutzmaßnahmen zu empfehlen, die Ihnen von Sachverständigen erläutert werden können

Grundregeln für die Pflege von Bäumen

Grundsätzlich sind alle Schnittmaßnahmen für den Baum Verletzungen. Deshalb sind sie so durchzuführen, dass Schäden möglichst gering bleiben. Um dies zu gewährleisten, sind bestimmte Regeln einzuhalten:

  • Erhalt des arttypischen Erscheinungsbilds
  • Schnitt auf Versorgungsast
  • Schnitt auf Astring- bzw. außerhalb der Astrindenleiste
  • Stummel vermeiden
  • Keine Schnitte über 10 cm Astdurchmesser
  • Schnittzeitpunkt beachten

Kappungen der Krone werden nicht als Baumpflegemaßnahme bezeichnet, da sie den Baum stark schädigen und die Lebenszeit deutlich verkürzen, selbst wenn der Baum wieder austreibt. Nimmt man einem Baum den Großteil seiner Krone, dann nimmt man ihm auch die Möglichkeit, sich ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Man zerstört das natürliche Gleichgewicht zwischen Wurzel und Krone und fügt dem Baum außerdem große Wunden zu. Auch wird hierdurch i.d.R. keine Verbesserung der Sicherheit der Bäume erreicht, da die Bäume an der Schnittstelle faulen und dort verstärkt ausbruchgefährdet sind. Ein Kronensicherungsschnitt ist daher nur in Ausnahmefällen bei schwer geschädigten Bäumen als letzte Alternative zur Fällung vertretbar. Werden Kappungen unnötigerweise trotzdem durchgeführt, muss die ausführende Firma ggf. mit Schadenersatzforderungen rechnen.

Viele falsche Schnittmaßnahmen erfolgen, weil die Pflege fachfremden Personen überlassen wird. Bitte wenden Sie sich unbedingt an eine auf Baumpflege spezialisierte Firma bzw. Fachpersonen.

3. Baumaßnahmen im Umfeld von Bäumen

Bäume brauchen lange zum Wachsen, werden jedoch schnell im Bereich von Baustellen durch Unachtsamkeit beschädigt oder sogar gefällt. Neben dem Verlust der Ökosystemleistungen und als Lebensraum entsteht auch ein erheblicher finanzieller Schaden. Wenn Bäume geschädigt werden, benötigen sie einen höheren Pflegeaufwand oder müssen vorzeitig ersetzt werden. In manchen Fällen können unsachgemäße Arbeiten im Wurzelbereich dazu führen, dass die Stand- und Bruchsicherheit dauerhaft beeinträchtigt wird. Der Verursacher ist in dann bei Unfällen und Schäden durch umstürzende Bäume oder Baumteile haftbar.

Sind Baumaßnahmen geplant, muss daher geprüft werden, ob Bäume davon betroffen sind. Das kann ein direkter Eingriff wie etwa eine Abgrabung im Wurzelraum oder ein Rückschnitt überhängender Äste sein, es kann aber auch sein, dass Baumaterialien im Kronenbereich gelagert werden oder der Grundwasserspiegel abgesenkt wird. Bereits im Vorfeld kann bei der Planung mit einfachen Mitteln einiges getan werden, um Schäden zu verhindern. Sind Eingriffe im Kronentraufbereich von Bäumen nicht zu vermeiden, so können baumerhaltende und schadensbegrenzende Maßnahmen auf der Grundlage der anerkannten Regeln der Technik angewandt werden. Hierdurch können in vielen Fällen Verzögerungen im Bauablauf sowie eventuelle Schadensersatzforderungen oder Bußgelder vermieden werden.

4. Standsicherheit von Bäumen, Lichtraumprofil

Jeder Grundstücksbesitzer hat dafür zu sorgen, dass von seinem Grundstück keine Gefahr ausgeht. Damit trägt er auch für seine Bäume die Verkehrssicherungspflicht. In vielen Fällen lässt sich mit einer richtig durchgeführten Baumpflege die Verkehrssicherung wieder herstellen.

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Am häufigsten sind zu niedrig hängende Äste über Wegen und Zufahrten zu entfernen. Das freizuhaltende Lichtraumprofil beträgt 2,5 m über Geh- und Radwegen und 4,5 m über der Fahrbahn. Das Lichtraumprofil darf ganzjährig freigeschnitten werden.

Vor allem ältere Bäume können auch Totholz aufweisen, das ebenfalls ganzjährig entfernt werden darf. Dabei sind Grundregeln zur richtigen Baumpflege zu beachten.

Jeder Eigentümer sollte seine Bäume beobachten. Werden Risse, Pilze, Faulstellen oder andere Schadsymptome beobachtet, kann die Standsicherheit oder die Bruchsicherheit eines Baumes beeinträchtigt sein. Je nach Umfang des Schadens ist in vielen Fällen eine entsprechende Pflegemaßnahme ausreichend, um die Verkehrssicherheit des Baumes wieder herzustellen. Beispielsweise ist es ausreichend wenn ein eingerissener Ast entfernt wird. Nicht immer ist eine Fällung notwendig.

Die Schadsymptome sind jedoch für einen Laien nicht immer einfach zu erkennen und einzuschätzen. Es empfiehlt sich daher, einen Fachmann hinzuzuziehen. Speziell geschulte und erfahrene Fachleute können Schäden oder von Bäumen ausgehende Gefahren erkennen, beurteilen und geeignete Maßnahmen vorschlagen.

Ist ein Baum nachgewiesenermaßen nicht mehr verkehrssicher und die Verkehrssicherheit ist nicht durch eine Pflegemaßnahme wieder herzustellen, darf der Baum gefällt werden. Bei geschützten Bäumen ist hierfür im Vorfeld eine schriftliche Genehmigung einzuholen. Aber auch in diesen Fällen ist der besondere Artenschutz zu beachten. Falls der Baum beispielsweise aktuell von Fledermäusen bewohnt wird, müssen diese, nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises (UNB), vor der Fällung von einem Biologen in ein geeignetes Ersatzquartier umgesiedelt werden.

5. Baum vom Nachbarn, Nachbarrecht

Wenn Sie Laub und Fallobst aus dem Nachbargarten stören oder Sie Sorge haben, dass ein Baum zu groß wird, sprechen Sie mit Ihrem Nachbarn. Unter vernünftigen Leuten lassen sich vernünftige Lösungen finden. Verzichten Sie lieber mal auf ein Recht, das Ihnen das Gesetz gibt. Sie können dann eher erwarten, dass auch der Nachbar Ihren Wünschen entgegen kommt. Gesetze und Verordnungen sollten erst dann herangezogen werden, wenn es gar nicht anders geht.

Gesetzliche Regelungen zum Grenzabstand von Bäumen und Sträuchern sind im Niedersächsischen Nachbarschaftsrecht zu finden. Es sieht vor, dass Gehölze eine bestimmte Höhe nicht überschreiten dürfen, abhängig vom Abstand zur Grenze. Das Recht auf Einkürzen des Gehölzes erlischt jedoch 5 Jahre nachdem die zulässige Höhe überschritten worden ist. Für Hilfe und Beratung in privatrechtlichen Auseinandersetzungen (unter anderem auch Nachbarschaftsstreitigkeiten) können Sie sich an die Schiedsämter der Gemeinden wenden.

Weiterführende Informationen:

F Wer Genaueres über seine Rechte und Pflichten als Grundstückseigentümer und Nachbar wissen möchte, kann sich in der Broschüre „Tipps für Nachbarn - Was Sie vom Nachbarrecht in Niedersachsen wissen sollten“ (Stand 2011) detaillierter informieren. Diese Broschüre finden Sie unter der Rubrik –Nachbarrecht- zum PDF-Download

6. Verstöße

Bitte beachten Sie, dass sowohl Verstöße gegen artenschutzrechtliche Bestimmungen als auch die Schädigung oder Beseitigung eines geschützten Baumes eine Ordnungswidrigkeit darstellen und mit einem Bußgeld geahndet werden können. Zudem werden i.d.R. Wiederherstellungs- oder Ersatzmaßnahmen angeordnet. Sofern streng geschützte Tierarten wie z.B. Fledermäuse betroffen sind, liegt im Falle vorsätzlicher Handlungen gemäß § 71 Abs. 1 BNatSchG sogar eine Straftat vor.